01.08:2026: 13. Sachsen-Trail, 43. Drei-Seen-Lauf Semlin, 18. Ottonenlauf
Naturläufe in Thüringen, im Havelland und Harz
Bode-Runners halten sich auch in der Sommerpause fit
Bereits am nächsten Wochenende sind die Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung wieder im Landescup gefordert. Um die Fitness auch während der Sommerpause beizubehalten, verbinden viele Vereinsmitglieder ein verlängertes Wochenende oder gar ihren Urlaub mit ausgesuchten Laufveranstaltungen.
Gleich drei Distanzen am Stück bestritten Anja Kroner und Nicky Bergholz beim Sachsen-Trail am Rabenberg im Erzgebirge. Wurden am Freitag kurze aber heftige vier Kilometer bergauf gelaufen, ging es am Samstag über 16 Kilometer auf und ab. Der Quartertrail bildete mit 20 Kilometern und 506 Höhenmetern den Abschluss des lauffreudigen Wochenendes. In der Gesamtplatzierung aller drei Wertungen konnte Kroner den zweiten Platz in ihrer Altersklasse W30 erlaufen.
Zum Höhepunkt und gemeinsamen Laufevent im Jahr zählt auch immer wieder der Drei-Seen-Lauf in Semlin. Ganz ohne Wettkampfstress hatte die naturnahe Streckenführung im Havelland von jedem Profil was zu bieten. Bei der bereits 43. Auflage entschieden sich die meisten Bode-Runners für den acht Kilometer langen Kurs. Idyllisch ging es Richtung Ferchesar und mit dem Wendepunkt an der Dranseschlucht wieder zurück nach Semlin. Alle Langstreckenläufer, Walker und Radfahrer starteten Richtung Hohennauen über Wassersuppe, Witzke, Lochow nach Ferchesar, bevor auch sie Semlin wieder erreichten. Kam man nicht vom Wege ab, hatte man am Ende den Hohennauener, den Witzker und den Ferchesarer See erkundet.
Nicht nur Seen sondern auch einige Höhenmeter, erliefen Nancy Bothe, Jens-Uwe Börner und Neuzugang Anja Ziegler beim 18. Ottonenlauf im Harz. Während sich Bothe ab Alexisbad auf die 45 Kilometer lange Wanderung machte, begann für die anderen beiden der Ultralauf bereits ab Stiege. Dort beginnt inmitten des Naturparks Harz der Selketal-Stieg, welcher die Läufer auf 69 Kilometer bis nach Quedlinburg führt. Ein Naturerlebnis, dass für Börner schon lange auf der Wunschliste stand. Hatte Ziegler im Mai erst den Supermarathon am Rennsteig über 73,9 Kilometer gefinisht, standen für Börner zunächst lange und zum Teil einsame Trainingskilometer auf dem Plan. Doch die Laufarbeit sollte sich beim Start am zurückliegenden Samstag gelohnt haben. Von der Übernachtung, der Ernährung bis hin zu den geplanten Zwischenzeiten, welche mittels Filzstift auf dem Unterarm Platz fanden, war alles akribisch vorbereitet. Sogar der Wettergott schickte erfrischenden Nieselregen an den frühen Start nach Stiege. Der Selketalbahn folgend, querte man auf diesen 69 Kilometern insgesamt 13 Ortschaften, die Selkequelle, zwei Burgen und immerhin elf Gewässer. Bis Kilometer 25 fanden die beiden Bode-Runners ein gemeinsames Tempo: "Wir sind viel zu schnell!", verglich Börner die Zeiten mit seinem Unterarm. Der erfahrene Läufer nahm Tempo raus und ließ die junge Sportlerin ziehen. Was für eine Freude, sollte sie dadurch doch auf Bothe treffen, die in Alexisbad gestartet war und auf der Wanderstrecke Kilometer um Kilometer abspulte. Mägdesprung und der Pioniertunnel waren passiert, Streckenabschnitte, die man vom Klippenlauf kannte, nur dieses Mal anders herum. Immer an der Selke entlang, war vor dem Schloss Meisdorf die nächste Verpflegungsstelle eingerichtet. Ganze 14 Stationen standen den Ultraläufern auf ihrer Strecke zur Verfügung. In Meisdorf hatten auch die 26 Kilometerläufer vor Stunden ihren Start. Die waren schon wieder im Ziel. Vor den beiden Bode-Runners lag aber noch ein langer Weg. Nach dem Schlosspark in Ballenstedt folgte der Osterteich und mit ihm Börners ganz spezieller Streckenhöhepunkt: Hält sich die Harzer Schmalspurbahn an ihren Fahrplan, gibt es eine Begegnung mit der dampfenden Selketalbahn! Und natürlich hatte auch das gepasst. Voller Freude über das erhaschte Fotomotiv erledigte sich der letzte Anstieg zum Försterblick fast von allein. Auch wenn der Abstand der Verpflegungsstände jetzt kürzer und die Aufmunterungen der Streckenposten eindringlicher wurden, die letzten Kilometer durch Bad Suderode und Quarmbeck zogen sich erbarmungslos. Die heiße Nachmittagssonne meinte es auch besonders gut, so dass mit Zieleinlauf am Quedlinburger Sportplatz dann doch genug gelaufen war. Starke 8:38:54 Stunden auf 69 Kilometern für Ziegler, 9:01:10 Stunden war Bothe auf ihrer 45 Kilometer Wanderung unterwegs und auch Börner erreichte sein gestecktes Ziel von unter zehn Stunden überpünktlich nach 9:49:59 Stunden. Mit dieser Bestform kann der Schierker Sommerlauf am Samstag kommen.
Autorin: Sabine Börner
Fotos: Verein




