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03.10.2020: 25. Geiseltalseelauf Braunsbedra

Ist der Läufercup Sachsen-Anhalt in diesem Jahr noch zu retten?

Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung starten bei Wettkämpfen im Novo-Nordisk-Landescup

An den Oktoberwochenenden reiht sich eine Laufveranstaltung an die nächste. So versucht auch der Leichtathletikverband Sachsen-Anhalt noch vier Wettkämpfe zu platzieren, um am Ende eine kleine Wertung im Novo-Nordisk-Läufercup hinzubekommen. Sieben Monate nach dem letzten Cuplauf in Demker war Braunsbedra am Samstag nun die erste Station.

Erstaunlich ruhig und bei bestem Laufwetter präsentierte sich der Geiseltalsee am Feiertag der Deutschen Einheit. Da waren die Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung in den zurückliegenden Jahren schon ganz anderen Wetterkapriolen ausgesetzt. Erste Aktion war also ein Gruppenfoto vor der beeindruckenden Kulisse. Kaum vorstellbar, das noch bis in das Jahr 2010 eine 16 Kilometer lange Pipeline den Geiseltalsee mit Saalewasser flutete. Als Veranstalter hatte der SV Braunsbedra das Hygienekonzept fest im Griff und konzentrierte sein Augenmerk auf die Durchführung der drei Hauptstrecken über 6,5 Kilometer, elf und 21,1 Kilometer.

Vom Aussichtsturm „Leonhardt“ gingen jeweils zehn Starter im Minutentakt auf die Reise. Elf Gaensefurther waren auf der Kurzstrecke mit dabei. Da hatten es die Fahrgäste im Geiseltal-Express doch etwas bequemer. Unbeeindruckt und manchmal gefährlich nahe, zog die bunte Kleinwegebahn an den Läufern vorbei. In leichten Wellen ging es auf dem Geiseltalrundweg entlang, bevor die letzten drei Kilometer direkt am See zurückführten. Nach dem großen Zielbogen am Besucherzentrum Marina wurden alle Finisher herzlich begrüßt. Zehn Sekunden schneller als im vorigen Jahr, fuhr Sandra Homann (1. Platz Altersklasse W40) im vereinsinternen Duell den Sieg für sich ein, gefolgt von Jana Berger (1. Platz W50) und Janine Wuwer (3. Platz W35).

Genau 100 Teilnehmer nahmen im Anschluss die Distanz über elf Kilometer in Angriff. Da war "Angriff" wohl auch die richtige Umschreibung, denn bei Kilometer zwei verließen die Läufer den Rundweg und quälten sich eine 1,5 Kilometer lange Steigung nach oben. Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten, denn zum Glück ging es nach einer Schleife dort auch wieder hinunter. Die Streckenführung folgte jetzt der Kurzdistanz und vom südlichsten Punkt des Geiseltalsees gelang nun immer wieder der Blick auf die fast 200 Meter lange Seebrücke. Edgar Schmidtke, der sich noch auf den Berg gefreut hatte, beendete diesmal ohne Umwege seinen Wettkampf und war der schnellste Bode-Runner (2. Platz Altersklasse M55). Nur 80 Sekunden später überquerte Kirsten Geist (Altersklasse W55) als Gesamtsiegerin der Frauen die Ziellinie. Eine erstaunliche Laufleistung und über zwölf Minuten Abstand, ehe sich die Altersklassenkonkurrenz auf den weiteren Plätzen anschloss.

Erst um die Mittagszeit erfolgte der Aufruf für die 225 Halbmarathonis. Die Erwärmung ersparten sich die drei Lauffreunde Olaf Bothe, Jan Zaschke und Jens-Uwe Börner, denn die ellenlange Treppe hinauf zum Startpunkt war vollkommen ausreichend. Sie hatten auf die Länge von 21,1 Kilometer nicht unbedingt trainiert und auch die Zielzeit war fast nebensächlich. Wahnsinnig scharf war man allerdings auf die tolle Glasmedaille. In Bothe reift außerdem das Langzeitprojekt Frühjahrs-Marathon, so dass ein Test über die halbe Distanz ein erster Meilenstein war. „Da begleiten wir dich Kumpel, den musst du nicht alleine laufen!", wurde die Anmeldung zum Geiseltalseelauf vor einigen Wochen fest gemacht. Doch durch Corona waren die drei in ganz unterschiedlichen Startgruppen eingeteilt, so dass jeder für sich alleine lief. Nach neun absolvierten Kilometern konnte man den Läufern nochmal in die Augen schauen, denn sie passierten erneut das Besucherzentrum Marina. Nun ging es in die andere Richtung nach Mücheln, wo wieder gewendet wurde. Vorbei an Neubiendorf nahm man den Schwung hinab zum Hafen bis in das ersehnte Ziel mit. Endlich wieder vereint, schnappte Börner nach Luft: „Ich dachte ich kriege euch noch für ein gemeinsames Zielfoto!“ Egal, gelang dies doch inklusive der wohl verdienten Glasmedaille auch nach dem Zieleinlauf. Schmerzlich vermisst wurden allerdings das leckere Kuchenbuffet und die sonst so festliche Siegerehrung im großen Veranstaltungszelt. Erst zu Hause am heimischen Rechner waren die Ergebnisse dann einzusehen.

Die Jubelrufe für die zahlreichen Platzierungen der Bode-Runners mussten nur bis zum nächsten Morgen warten, denn da standen die Lauffreunde erneut am Start - die Landesmeisterschaft im Straßenlauf im Rotehornpark in Magdeburg rief zum Wettkampf über zehn Kilometer auf. Ob sie erneut zu Höchstleistungen animierte oder doch eher zum gemütlichen Auslaufen, wird demnächst hier zu lesen sein.

Autorin: Sabine Börner

Fotos: Jens-Uwe Börner, Mathias Kruse (Nr. 8,13,14,15,16)




Letzte Änderung: 10.10.2020
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