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18.06.2016: 5. Himmelswegelauf Nebra

Bode-Runners verstärken Team der Bördeläufer

Organisator Mario Stach von der Laufgruppe Hopfen aus Schackensleben hatte schnell die Begeisterung der vier Bode-Runners von der Gaensefurther Sportbewegung geweckt. Die originelle Medaille in Form der berühmten Himmelsscheibe von Nebra fehlte den Läufern nämlich noch in ihrer Sammlung. Also folgte man gern der Einladung und schlüpfte mal wieder in das Trikot der Bördeläufer, welches für einen Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt steht. Interesse an dem vereinsübergreifenden Projekt signalisierte auch das MDR-Fernsehen. Schnell waren die Szenen mit Stach abgestimmt und der Sender begleitete die Bördeläufer über den kompletten Wettkampftag.

Ganz ohne Pressewirbel wollte Bode-Runners Katrin Krebs ihren ersten Marathon nach Nebra laufen. Der Start an der 7.000 Jahre alten Ringwallanlage, dem bekannten Sonnenobservatorium Goseck, wurde auf Grund einer Überschwemmung nach Naumburg-Henne verlegt. Das kein Geringerer als Doppelolympiasieger Waldemar Cierpinski dann die Läufer auf ihren Kurs schickte, entschädigte für einiges. Nebra lag nun genau 42,195 Kilometer weit entfernt für die Debütantin. Wochenlanges Training ging dem Ziel voraus und wie Krebs aus ihren langen Laufeinheiten im Training gewohnt war, machte das übersichtliche Teilnehmerfeld sogar die Fahrradbegleitung des Freundes möglich. Und nicht nur das! Schnell als allererste Frau im Gesamtklassement ausgemacht, lief bald ein weiterer Fan als Tempomacher an ihrer Seite. Die Strecke entlang des Saale-Unstrut-Radweges bot landschaftlich so einiges, doch schattige Abschnitte waren selten. Der Veranstalter hatte sich auf die heißen Temperaturen eingestellt. Große Wannen mit Wasser standen bereit und die getränkten Schwämme spendeten bis zum nächsten Verpflegungspunkt Nässe für Stirn und Lippen.

Als Krebs Freyburg und schließlich nach 21 Kilometern Laucha passierte, hatte Cierpinski zuvor auch hier die Teilnehmer über die Halbmarathondistanz auf die Reise geschickt. Die Bode-Runners Jens-Uwe und Sabine Börner liefen im Trikot der Bördeläufer und der groß geschriebene Name auf der Brust animierte so einige Passanten zum anfeuern: „Lauf Sabine, nur noch 15 Kilometer!“ Spätestens jetzt hinterfragte man die Streckenlänge. Hätte der Start über zehn Kilometer nicht auch gereicht? Für diese Strecke war der größte Teil der 36 aktiven Bördeläufer gemeldet. Ab Nebra ging es auf geschichtsträchtigen Wegen zum Mittelberg, dem eigentlichen Fundort der Himmelsscheibe und wieder zurück. Die wohl älteste Darstellung des Sternenhimmels fand sich dann auch in der einzigartigen Finisher-Medaille wieder. Jana Berger durfte das Schmuckstück als erster Bode-Runner in Empfang nehmen. Es folgten Renate und Susanne Liedtke und mit den Wanderern konnte auch Hilde Gaede ein Exemplar ihr Eigen nennen.

Nach dem Einlauf der Halbmarathonis war es nun auch Zeit für den Kinderlauf, den die Bördeläufer in Eigenregie mit dem Veranstalter organisierten. Ganz großes Kino, durch den riesigen Zielbogen der Großen einzulaufen. Damit hatte auch der MDR alles im Kasten.

Nur die Marathonläufer waren immer noch unterwegs. Nach 3:41:43 Stunden feierten die Bördeläufer ihren ersten Finisher über die 42,195 Kilometer. Und dann kam Katrin Krebs. Sie lief in 3:53:33 Stunden nicht nur ihren ersten Marathon, sie siegte auch in ihrer Altersklasse und war überhaupt die erste Frau im Feld von weiteren 27 Läuferinnen über diese Distanz. In der Chronik des 5. Himmelswegelaufes wird es stehen: Im Marathon siegten Thomas Probst vom LAV Halensia und Katrin Krebs von der Gaensefurther Sportbewegung. Während Krebs das Erlebte mit ihrer Familie ruhig ausklingen ließ, bejubelten die Bördeläufer auch noch die letzten Marathonläufer im Ziel.

Mit einer zünftigen Feier und einem Besuch der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg am nächsten Tag, hatten die Lauffreunde aus ganz Sachsen-Anhalt wieder ein perfektes Wochenende mit jeder Menge Sport und Spaß.

Autorin: Sabine Börner

Fotos: Jens-Uwe Börner




Letzte Änderung: 10.10.2016
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