22.08.2025:10. Lichterlauf Tangerm., Nachtwanderung Blankenb., Cycle Tour Magdeb
Vollgepacktes Aktiv-Wochenende bei den Bode-Runners
Gaensefurther Sportbewegung ist auf Lauf-, Wander- und Radstrecken anzutreffen
Verrückt aber wahr - die Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung suchen immer nach neuen Herausforderungen. Mit zunehmender Mitgliederstärke werden auch die Neigungen größer. Man probiert sich aus – in kompakter Mannschaftsstärke, in kleinen Gruppen aber durchaus auch alleine unter Gleichgesinnten.
Den Gaensefurther Nachwuchs zog es bereits Freitagabend zum 10. Tangermünder Lichterlauf. Im Schlepptau hatten sie Tina Funke, eine junge Läuferin der Altersklasse W30, die derzeit auf allen Streckenprofilen ihre Wettkampferfahrungen macht. Galt es in Schierke noch die Harzer Berge zu erklimmen, war in Tangermünde ein flacher, schneller Kurs angesagt. Vom Bleichenberg ging es mit Blick auf die historische Altstadt an der wunderschönen Elbpromenade entlang bis zum Störtebeker-Schiff. Zurück zum Start-, Zielbereich war ein Kilometer geschafft. Ganze fünf zuschauerfreundliche Runden mussten die Bode-Runner-Damen absolvieren. Die Resultate aller drei Läuferinnen waren nicht zu toppen, nahmen sie in Ihren Altersklassen allesamt den Sieg mit nach Hause. Rieke Zaschke überraschte ihre Eltern zu Hause sogar als Gesamtsiegerin über die fünf Kilometer und präsentierte stolz ihren Pokal.
Ja, laufen können die Bode-Runners - aber auch wandern? Das bewiesen Katrin und Mario Kreutzmann unlängst auf ihrem 100-Kilometer-Mammutmarsch von Potsdam nach Berlin und wieder zurück. Die beiden waren also bestens vorbereitet, einen 30-Kilometermarsch rund um Blankenburg dranzuhängen. Den Start hatte die Laufgruppe als Jubiläums-Geburtstagsgeschenk für den 50-jährigen Mario verpackt und dieser sollte nun eingelöst werden. Besondere Herausforderung: die Strecke war des Nachts zu bewältigen. Nancy Bothe und Jens-Uwe Börner schlossen sich den erfahrenen Wanderleuten an. Lange suchte Börner sein Equipment zusammen: Spezielle Wander-Barfuß-Schuhe waren gekauft, Stirnlampe, Trinkflasche, Jacke? „Aber eine lange Hose ziehe ich nicht an!“, beobachtete er das Outfit der anreisenden Wanderfreunde. Mit einem Eierlikörchen stimmte man sich auf die Wanderung ein: „Auf eine verletzungsfreie Nachtwanderung!“, machten sich die Bode-Runners Mut. Mit sechs Stunden Gesamtwanderzeit hatten sich die Lauffreunde ein realistisches Ziel gesetzt. Bevor die Teilnehmer im Naturerbewald Blankenburg verschwanden, verwöhnte sie die Abendsonne mit ihren letzten wärmenden Strahlen. Nun gab nur noch der Lichtkegel der Stirnlampen den Weg vor. Kein Schwitzen, absolute Ruhe und ein sternenklarer Himmel belohnte die nächtlichen Wandervögel. Jede Menge Stempelstellen der Harzer Wandernadel wurden angelaufen. So unter anderem die Regensteinmühle oder die Höhlenwohnungen auf dem Schäferberg. Am Langensteiner Sportplatz war dann ein Verpflegungspunkt eingerichtet und genau wie bei Laufveranstaltungen auch, gab es: „Nudeln!“ Erfreuten sich die Bode-Runners noch bester Gesundheit, wurden bereits erste Blasen versorgt. Der nächste Anlaufpunkt war die Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge. Die Temperatur sank nun in den einstelligen Bereich aber 20 Kilometer waren bereits geschafft. Ein schneller Wanderschritt und ein paar Höhenmeter verhalfen wieder zur richtigen Betriebstemperatur, bevor die Sandhöhlen im Heers erkundet wurden. Keine Wanderung um Blankenburg ohne die Burg Regenstein. Die Treppen, die Dunkelheit und die zunehmende Müdigkeit verlangten nochmal volle Konzentration. Um 2:16 Uhr stoppte Börner seine Uhr. „Guten Morgen und herzlich willkommen!“, wurden die Finisher im Ziel von den legendären Harzer Hexen empfangen. In Handarbeit die persönliche Urkunde mit der Zielzeit: „Sechs Stunden und 15 Minuten – wir haben es geschafft!“, freuten sich die Bode-Runners. Eine Medaille gab es obendrauf: „Jetzt aber nach Hause und ab ins Bett!“, diente der Sonntag dann vollkommen der Regeneration.
Nicht so für Renate Liedkte, die sich als Teilnehmerin an der Deutschland-Cycling-Tour für die 48 Kilometer lange Radstrecke eingeschrieben hatte. Man genießt als Breitensportler auf originalen Streckenteilen der Elite das FahrRadLand Sachsen-Anhalt und überquert die offizielle Ziellinie der Final-Etappe. Liedtke berichtete ihren Bode-Runners begeistert von den vielen anfeuernden Zuschauern am Streckenrand. „Ich war dabei!“, schwärmte sie von ihrem Erlebnis auf zwei Rädern.
Autorin: Sabine Börner
fotos: Verein