19.04.2026: 45. Einetallauf Aschersleben
Was für ein Lauf
Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung erleben Einetallauf
Waren im vorigen Jahr eiskalte Temperaturen Thema beim Einetallauf, kündigte der Wettergott für den zurückliegenden Sonntag ausgiebige Regenfälle an. „Wir machen das Beste draus und ziehen das heute gemeinsam mit euch durch!“, postete die offizielle Seite des LSG Ascania Aschersleben noch am frühen Morgen. Bis auf den letzten Startplatz war die Veranstaltung ausgebucht und nur wenige Teilnehmer hielt die Wetterprognose von einer Teilnahme auf einer der sechs möglichen Strecken ab.
Mit 33 Teilnehmern waren auch die Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung stark vertreten und schickten mit Josef Hindricks zunächst die Walker auf ihre 12,5-Kilometer-Distanz. Zwei Mädels und zwei Herren wagten sich dann an den langen Kanten über den Halbmarathon mit 21 Kilometern. Ein Traubenzuckerregen als Zusatzverpflegung flog über das Teilnehmerfeld und die rhythmische Erwärmung signalisierte den kalten Gliedern, dass es gleich losgehen würde. „Kommt gesund wieder!“, wurde das Quartett von den Lauffreunden verabschiedet, bis sich die 12,5-Kilometer-Läufer in den Startbereich einreihten. Sobald diese die bunt blühende Ascherslebener Herrenbreite umrundet hatten und in Richtung Johannespromenade unterwegs waren, ging mit fast 300 Läufern das teilnehmerstärkste Feld über sieben Kilometer auf die Reise. Nun fehlte nur noch die Kurzstrecke mit 3,25 Kilometern. Darauf krönte das Geburtstagskind Emily Siebert ihren besonderen Tag wieder einmal mit dem Gesamtsieg bei den Frauen. Und dass mit nun gerade erst elf Jahren! Auch ihre jüngere Schwester Lotta ist bereits vom Lauffieber infiziert und folgte mit etwas Abstand auf Gesamtplatz zwei von über 70 weiblichen Läuferinnen. Nach den letzten Startern in der Herrenbreite konnten die Organisatoren rund um Adrian Einecke kurz aufatmen, denn alle Starts verliefen reibungslos. Die Strecken führten durch die Stadt ins Einetal bis nach Westdorf oder Welbsleben, immer am Flüsschen Eine entlang. Über die Alte Burg ging es zurück in die Stadt und durch die Augustuspromenade wieder Richtung Herrenbreite. Doch mit den ersten Zieleinläufen kam dann auch der angekündigte Regen. Der störte die durchnässten Läufer zunächst nicht, war bei vielen die Betriebstemperatur durch die kräftezehrenden Endspurts bis zur Ziellinie doch gut erhöht. Mit dem Empfang des letzten Puzzlestückes der dreiteiligen Medaille zum Einetallauf, war nach drei Teilnahmen dann auch die quasi „erlaufene Schuhsohle“ komplett. Jetzt aber raus aus der Kälte und ab in die warme Wanne – so die Entscheidung bei den Teilnehmern, denn Petrus lief gerade zur Höchstform auf. Ärgerlich für alle anwesenden Händler, die sich mit Bratwurst & Co auf die Einetalläufer vorbereitet hatten, ärgerlich auch für den Kuchenstand dessen Erlös der Klassenkasse zugutekommen sollte. Bis zum letzten Zieleinlauf trotzten Technik und Moderation dem ergiebigen Regenguss, dem bunten Blumenmeer in der Herrenbreite kam das feuchte Nass hingegen gerade recht. So schnell war der Einetallauf wohl noch nie beendet: „Adrian, winke mal! Wir haben das Beste draus gemacht!“ Es winkte der Cheforganisator mit einem schmalen Lächeln zurück. Nach dem Lauf ist vor dem Lauf – Einetallauf 2027, wir kommen auch nächstes Jahr wieder, weiß Jens-Uwe Börner von der Gaensefurther Sportbewegung.
Das nächste Wochenende schickt den zu erwartenden Muskelkater bereits voraus. Mit dem 7. Bernburger Stundenlauf gehen am Freitag 50 Staffelteams beim PSV Bernburg auf ihre Runden. Ermittelt wird das Team mit den am meisten zurückgelegten Kilometern innerhalb einer Stunde. Wanderung um die Ecke bei der zweiten Seelandrunde um den Concordiasee oder doch lieber ein Landescuplauf um das Punktekonto beim Novo Nordisk Landescup aufzubessern? Die Entscheidung will dann am Samstag gefällt werden. Doch nur nicht müde werden, denn der Gommeraner Seelandlauf wartet dann als nächster Wertungslauf am Sonntag auf seine Starter.
In der Heimat sind die Organisatoren des Staßfurter Salzland-Laufs derweil im Endspurt mit ihren Vorbereitungen. Hier heißt es dann am 22. Mai „Staßfurt läuft!“ Wer sich traut mitzulaufen, kann sich vielleicht beim Hobbylauf über 1,5 Kilometer ausprobieren. Als Familie, Firma oder Schule gibt es hier sogar eine Sonderwertung, was gemeinsamen Spaß garantieren sollte. Für alle geübten Läufer stehen die sechs Kilometer des Wobau-Laufs oder die zehn Kilometer des Stadtwerke-Laufs zur Auswahl. Anmeldungen sind noch bis zum 19. Mai 2026 um 24 Uhr online über www.gaensefurther-sportbewegung.de möglich.
Autorin: Sabine Börner
Fotos: Verein




